BepiColombo
BepiColombo

BepiColombo – DEPFET Detektoren zur Erforschung des Merkurs

Im Jahr 2018 wird die europäische Weltraumorganisation ESA zusammen mit der japanischen Weltraumorganisation JAXA die Sonde BepiColombo starten, welche dann nach einer langen Reise im Jahr 2024 am sonnennächsten Planeten, dem Merkur, eintreffen wird. Mit an Bord ist das Instrument MIXS (Mercury Imaging X-ray Spectrometer), das die chemische Zusammensetzung der Merkuroberfläche detailliert erforscht wird. Dies soll dabei helfen, das Rätsel um die Entstehung des Planeten Merkur zu lösen.

An der Entwicklung von MIXS sind Institute und Firmen aus fünf europäischen Ländern beteiligt unter der Leitung der University of Leicester. Die Detektoren für MIXS kommen aus Deutschland und wurden gemeinsam von PNSensor und den Max-Planck-Instituten für Sonnensystemforschung, für extraterrestrische Physik sowie dem MPI Halbleiterlabor entwickelt, aufgebaut und erfolgreich bei der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) kalibriert. Bei MIXS kommt zum ersten Mal eine neue Generation von Röntgendetektoren zum Einsatz, die sogenannten DEPFET Detektoren. DEPFET Detektoren sind sehr schnelle, bildgebende Pixeldetektoren mit einer hervorragenden Energieauflösung und der besonderen Eigenschaft der Strahlenhärte, wodurch sie für den Einsatz unter den anspruchsvollen Bedingungen in Sonnennähe geeignet sind.

15. Mai 2015 - Nach intensiven Funktionstests und Kalibrationen an der University of Leicester wurde MIXS an die ESA übergeben und ist noch im selben Monat am European Space Research and Technology Centre ESTEC in den Satelliten eingebaut worden.

Weblinks:
Literatur:
  1. G. Fraser et al., "The mercury imaging X-ray spectrometer (MIXS) on bepicolombo", Planetary and Space Science, 58, pp. 79-95, 2010 DOI:10.1016/j.pss.2009.05.004
  2. P. Majewski et al., "Calibration measurements on the DEPFET Detectors for the MIXS instrument on BepiColombo", Experimental Astronomy, 2014; DOI:10.1007/s10686-014-9374-5
Logo ESA JAXA BepiColombo

Juli 2014: MIXS ist fertig aufgebaut und wartet auf letzte Tests bevor es an die ESA übergeben wird. MIXS besteht aus zwei Spektrometern: einer bietet hohe Ortsauflösung (Teleskopoptik, links) und der zweite Kanal ein weites Blickfeld (Kollimatoroptik, rechts). · Photo © University of Leicester Space Research Centre


MIXS Flugmodul: der DEPFET Detektor im Bild rechts oben verbirgt sich unter dem Kühlkörper


Für seine Reise zur ESTEC verpackt: MIXS am 15. Mai 2015 · Photo © University of Leicester Space Research Centre